Die Geschichte der Wohnungsbaugenossenschaft Reichenbach eG von 1954 bis heute

1954 Gründungsversammlung zur 1. Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) in Reichenbach. Erster Trägerbetrieb dieser Genossenschaft war der VEB Renak-Werke Reichenbach. Im gleichen Jahr gab es unter tatkräftiger Mithilfe der Mitglieder die erste Grundsteinlegung zum Bau von Genossenschaftswohnungen.

Grundsteinlegung zum Bau von Genossenschaftswohnungen Grundsteinlegung zum Bau von Genossenschaftswohnungen

1981 Die ersten 160 Wohnungen an der heutigen Julius-Mosen-Straße wurden an die Mitglieder verlost. Diese Wohnungen zählen zu den größten und komfortabelsten Plattenbauwohnungen. Selbst heute muss bei diesem Typ noch mit Wartezeiten gerechnet werden, besonders bei den oberen Etagen, welche von der großen Loggia einen exklusiven Blick ins vogtländische Oberland bieten.

1985 Die Wohnungssituation in Reichenbach hat sich nicht geändert. Lediglich der Komfort in den Wohnungen ist gestiegen. Schlussendlich gab der "Rat des Kreises" bekannt, weitere 996 Genossenschaftswohnungen zu schaffen. Der zweite Teil des Neubaugebietes West entstand. Ein elfköpfiger Vorstand wurde gewählt, der die neuen Wohnungen ohne Verlosung an die Mitglieder verteilte.

1990 Zur Wende verfügte die AWG über einen Bestand von 199 Häusern, 2010 Wohnungen, 2 Geschäften und einer Geschäftsstelle. Das Grundkapital betrug einen Immobilienwert von 100 Millionen Mark der DDR. Mit der Währungsunion trat das Genossenschaftsgesetz (GNG) in Kraft, welches den Vorstand zwang eine Eröffnungsbilanz zu erstellen und die Schulden auf "DM" umzuschreiben. Der Aufbau der Genossenschaft änderte sich und so entstand 1992 aus der AWG die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG). Der Vorstand wurde von nun an bestellt und man wählte einen Aufsichtsrat. Ein neues Statut trat zusätzlich in Kraft.

1993 Mit Inanspruchnahme des Altschuldenhilfegesetzes war es nach der Wende nun auch möglich, Kredite aufzunehmen, um den Modernisierungsprozess zu beschleunigen.

1995 Es gibt keine Wohnungen mehr, die Ofenheizung haben. Im Wasserturmgebiet werden die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen. Somit war der Weg frei für den Beginn der Modernisierungsmaßnahmen im Neubaugebiet. Neue Fenster, die Sanierung der Dächer (einschl. Drempeldämmung), Fugensanierung und Farbgestaltung der Häuser sowie Einbau neuer Wohnungseingangstüren verbesserten den Wohnwert der Wohnungen im Plattenbau erheblich.

Auch im Teilgebiet 2 wird mit den Sanierungsmaßnahmen begonnen.

Gemeinsam mit der Stadt Reichenbach wird über das Förderprogramm der Umgestaltung großer Neubaugebiete mit der Verschönerung der Außenanlagen begonnen und das Neubaugebiet ansehnlich gestaltet.

1997 Beginn der Verschönerung des Neubaugebietes im Bereich der Dr.-Otto-Just-Straße. Zunächst wurden die Hauseingangstüren erneuert und die Treppenhäuser frisch tapeziert. Mit der Farbgestaltung der Gebäude und der Fugensanierung wurde ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Wohnqualität getan. In allen Häusern der Genossenschaft wurde in den Treppenaufgängen (bis in die Wohnungen) die Elektroinstallation erneuert.

1999 Entsprechend dem Wunsch unserer Mieter wird im Teilgebiet 2 mit dem Anbau von Aluminium-Balkonen begonnen. Wir beginnen mit der Erneuerung der Wohnungseingangstüren.

2000 Abschluss der Wohnumfeldgestaltung
Der Anbau von neuen Balkonen im Neubaugebiet wird fortgesetzt. Der Einbau der Wohnungseingangstüren ist nunmehr abgeschlossen.

2001 Der Anbau von 384 Balkonen im Neubaugebiet ist abgeschlossen.

2002 Die Mieter des Wasserturmgebietes werden zum Anbau von Balkonen befragt. Noch im selben Jahr werden 40 Balkone angebaut. Gleichzeitig wurde die Fassade der jeweiligen Objekte farblich neu gestaltet. (siehe Bild)

2003 Weitere 101 Balkone werden angebaut und dabei die Fassaden farblich erneuert.

2004 Im Wasserturmgebiet werden 88 Balkone angebaut.

2005 Die Häuser Platanenstraße 4 und 8 erhalten Balkone. In allen Häusern des Wasserturmgebietes wird eine Überprüfung der Gasleitungen vorgenommen.

2006 Das Haus Baumgartenstraße 30 erhält acht Balkone. An der Gutenbergstraße werden weitere 16 Garagen errichtet. Im Wasserturmgebiet wird mit der Dämmung der Dachböden begonnen. 160 Wohnungen der Julius-Mosen-Str. 23-53 werden von Einrohr- auf Zweirohrheizung umgestellt.

2007 Am Haus Dr.-Otto-Just-Str. 33 werden 6 Balkone angebaut. Die Dachbodendämmung der Häuser des Wasserturmgebietes wird abgeschlossen. 220 Wohnungen der Julius-Mosen-Str. 1-21 und der Leinweberstr. 1-21 werden auf Zweirohrheizung umgestellt. Somit gibt es kein Haus mit Einrohrheizung mehr.

2008 Anbau von weiteren sechs Balkonen. Giebeldämmung der Häuser in der Julius-Mosen- und Leiweberstraße. Im Wasserturmgebiet und im Wohngebiet Reichenbach/West wird mit der Dämmung der Kellerdecken bzw. Hauseingangsbereiche begonnen. 360 Wohnungen der Dr.-Otto-Just-Str. 1-30 erhalten neue Fenster und Balkontüren. Hierbei wurde keine Modernisierungsumlage berrechnet.

2009 Im Zusammenhang mit dem Rückbau von acht unsanierten Wohnungen in der Dr.-Otto-Just-Str. 59/61 werden an diese Häuser 14 Balkone angebaut. Die energetische Sanierung wird fortgesetzt. Weiter 460 Wohnungen in der Dr.-Otto-Just-Str. erhalten neue Fenster und Balkontüren. Weiterhin werden in der Dr.-Otto-Just-Str. Die Giebel gedämmt. Im Zusammenhang mit der Fenstermodernisierung werden alle Dachlüfter erneuert.

2010 Im Wasserturmgebiet und in der Dr.-Otto-Just-Str. 69 werden insgesamt 35 Balkone angebaut. Die Dämmung der Kellerdecken wird fortgesetzt und die Hauseingangsseite der Julius-Mosen-Str. wird malermäßig erneuert.


März 2011
Baubeginn des neuen Verwaltungsgebäudes

 

 

 

 

15.07.2011 Richtfest an unserem neuen Verwaltungsgebäude

Zimmerer Udo Pürzel vor Verkündung des Richtspruchs.
Handwerker, Architekt und Vorstand der Genossenschaft wünschen dem neuen Haus alles Gute.
Die Mitarbeiter der Genossenschaft feiern ihren neuen Arbeitsplatz.

September 2011 - Fertigstellung des Hausanstrichs in der Leinweberstraße

Die Rückseite unserer Häuser Leinweberstraße 1 bis 21 wurden von der Fa. Reichel und Dietrich mit einem neuen Farbanstrich versehen.